GREGOR LINHSEN

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Lichtinstallation mit 1000 zitternden Spiegeln

„Wir müssen erkennen, dass wir weit von dem Zustand entfernt sind, in dem wir hoffen können, die Dinge mit klassischen Theorien zu beschreiben.“ (Albert Einstein)

Mehr Konjuktiv geht nicht ! Durch das Zitat hindurch erscheint an der Wand – von 1000 zitternden Spiegeln reflektiert – der Kernsatz der Relativitätstheorie von Albert Einstein, der besagt: Nichts ist schneller als Licht.
Die Installation wirft die Frage auf, ob der Mensch den innersten Kern der Welt im Letzten wirklich erkennen kann oder ob er in seiner Suche nach Wirklichkeit die Begrenztheit seines Geistes vorraussetzen muss.

Die Waage zu halten zwischen der Kraft des menschlichen Geists und dem wahrnehmbar Größeren, für das der Begriff GOTT steht, ist immer schon der Kern der Suche in den künstlerischen Arbeiten von Gregor Linßen. Diese Lebenseinstellung zeigt sich auch im zweiten im Fenster 1 gezeigten Werk:

GREGOR LINHSEN

MALUM

Objektinstallation Apfel auf Igel-Puzzle (Messing, 300 gedrehte Stacheln)

In den Wochen der Ausstellung entsteht ein Zeitraffer-Video eines verrottenden Apfels aufgespießt auf den 300 Stacheln eines Igels. Die Bedeutung des lateinischen Worts malum ist sowohl „Apfel“ als auch „das Übel“. Die Gabe der Erkenntnis, für die dieses Symbol steht, birgt gleichzeitig die Gefahr der Hybris des Verstands.

Zum Künstler

GREGOR LINHSEN

… erfand aus der Kombination seines Studiums zum Ton- & Bildingenieur und seinen überfließenden Ideen in Text, Musik und visueller Kunst den Beruf des Kreativ-Ingenieurs. Von seinem frühen Förderer, dem Künstlerpater Wilhelm Pfeil, übernahm er das Prinzip des Entbergen. Er betrachtet Kunst als die Suche nach der Wahrheit hinter der wahrgenommenen Wirklichkeit und damit als einen Ausdruck von Glauben. Mit dem technischen Studium im Hintergrund ist er in der Lage das Miterleben seiner musikalischen Werke mit der optischen Einbeziehung der Konzert-Räume zu Gesamtkunstwerken aus zu machen.