Gregor Linßen

Gregor Linßen (*1966) ist ein deutscher Komponist und Liedermacher, der sich vor allem durch seine zeitgenössischen christlich-philosophischen Lieder einen Namen gemacht hat. Seine Lieder, die oft in Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen gesungen werden, verbinden tiefgehende Gedanken mit eingängigen Melodien. Sein Gesamtwerk ist deshalb einzigartig, weil sich die abendfüllenden Oratorien, Liederzyklen und Messen in ihrer Vielfalt nicht auf ein Genre reduzieren lassen. Der Essener Domkapellmeister Steffen Schreyer schrieb: Ich habe selten von Komponisten eines Oratoriums den Eindruck gehabt, so unterschiedlich von der Musik mitgenommen zu werden.
In Konzert- und Werkkritiken Gregor Linßen wurde 2005 in der FAZ als „profiliertester Vertreter des Neuen Geistlichen Lieds“ bezeichnet, in der Badischen Zeitung als „Andrew Lloyd Webber der Kirchenhäuser“ , in der Neuen Osnabrücker Zeitung als „Oratorien-Komponist“. Alles hat seine Bewandnis.

Einige seiner Liedtexte sind als rein lyrische Werke in der Frankfurter Bibliothek für zeitgenössische Lyrik erschienen. 2005 schrieb er für den Weltjugendtag in Deutschland deren offizielle Hymne Venimus adorare eum, 2010 war er musikalischer Leiter der Eröffnung des ökumenischen Kirchentags und 2015 der internationalen Ministranten-Rom-Wallfahrt.
Gregor Linßen ist kein Kirchenmusiker, sondern ein freier Musiker in der Kirche. Er ist kein Theologe, hat aber mit vielen frei denkenden evangelischen wie katholischen Priestern und Theologen diskutiert und zusammen gearbeitet. Er sieht Kirche als Forum eines freien Gedankenaustausches. Sein Anliegen ist, den Wert von Kirche als Gemeinschaft suchender Menschen aufzuzeigen und diesen auch für kirchenferne Menschen interessant zu machen. Er möchte dazu beitragen, dass sich die verschlossenen Türen einer traditionellen Glaubenswahrheit soweit öffnen, dass sich ein Begegnungsraum unter gleichberechtigten Menschen ergibt. Seine Oratorien inszeniert er meist wie klassisches Theater, in dem diese dennoch die Intention von Gottesdienst behalten.
Im Hintergrund hat Gregor Linßen ein Diplomstudium als Ton- und Bildingenieur, das ihn dazu befähigt, seine Konzerte mit Licht- und Videotechnik als Gesamtkunstwerk aus Raum, Klang und Botschaft zu planen und zu inszenieren. Seine Veranstaltungen sind vergleichbar mit heutigen Konzerterlebnissen. Auch kennt er dadurch das Handwerkszeug um in Eigenregie Songvideos zu drehen. Videopatenschaften unterstützen sein Werk.
Seine langjährigen Erfahrungen stellt er als Dienstleistung zur Verfügung als Technik-Referent und -Berater sowie als technischer Konzert- und Aufnahmemeister (Beschallung, Licht) auch für fremde Konzerte.
Auch mit Illuminationen (Innen und Außen) und -Installationen schafft er Orte die zum Nachdenken, Wundern und Staunen anregen.
In seinen Chor-Workshops und –Projekten vermittelt er neben den musikalischen Mitteln (Perkussives Singen), auch den philosophischen Inhalt seiner Lieder.
In Neuss hat sich im CHORALCANTO ein ständiges Mitwirkungsangebot etabliert. Derzeit bilden 30 Sänger*innen aus dem räumlichen Viereck Köln, Krefeld, Wuppertal, Essen den Kernchor für die Chorkonzerte und Oratorien.

Anmerkung zum Namen in Kapitalen
Alte Dokumenten der Familiengeschichte haben gezeigt, dass das „ß“ im Namen eigentlich ein „hs“ ist.
Die Großschreibung GREGOR LINHSEN ist richtig und wird als Künstlername genutzt für Illuminationen und Kunstprojekte genutzt.
