Online-Tagebuch der Musikwallfahrt 2026
„Gott lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht.“ (Deu 31,8)
Der sechste Tag brach an und im Morgenimpuls hörten wir von der Tugend Verlässlichkeit.
Zusammen mit Demut, Mut, Akzeptanz, Gelassenheit, Freiheitsliebe und Herzlichkeit schließt sich damit der Kreis von sieben Tugenden.

Der Vormittag war ganz dem Proben gewidmet. Wir fokussierten uns auf Klang, Intonation und die Feinheiten der Lieder.
Am Nachmittag bekamen wir eine deutsche Kurzführung durch das Waldenser Museum in Torre Pellice und bekamen eine Ahnung von der Geschichte dieser Glaubensgemeinschaft, die schon vor Franz von Assisi dem Rat Jesu „Lass dein Streben nach Macht und Geld und folge mir nach“ folgten.
Die Geschichte umfasst fast 800 Jahre und ist gekennzeichnet von Verfolgung, Leben im Verborgenen mit Exil und Wiederkehr in die hiesigen Waldenser Täler. Erst 1984 (!) wurden sie in Italien als reformiert christliche Kirche anerkannt.
Anschließend wanderten wir zur Höhlenkirche „Gheisa d’la Tana“. In der Zeit der Verfolgung trafen sich die Waldenser hier zum Gottesdienst. In der Hocke zwängten wir uns durch den engen Eingang und verstummten als uns die Mystik und die Geschichte dieses Raums erfasste. Und dann fingen wir an zu singen:
Säe Frieden. Säe Frieden, wo auch immer es ihn zu säen gilt.
Aus Lied: Steh auf und iss“

Wir beendeten den Tag mit einem persönlichen Gedenken an Leo Langer, der heute genau vor zwei starb. Gregor sang das Lied „Was wird sein“, das er ihm noch in dessen letzten Tagen geschrieben hatte. Ein bewegender Moment, in dem viele Erinnerungen und Dankbarkeit Raum fanden.
Morgen ist der siebte Tag.
Wir werden alle sieben Lieder in der Waldenserkirche von Torre Pellice aufführen.
Jetzt beginnt der Endspurt.
Wir freuen uns auf euer Mitfiebern:
Wünscht uns Erfolg. Wir werden berichten.
