Online-Tagebuch der Musikwallfahrt 2026
GOTT ist in Allem
Lobe den Tag schon vor dem Abend *

Der Mond schien den *Text von Karl Rahner zu kennen, denn zum Morgengebet stand er noch in voller Größe über dem Val Pellice.
Fasziniert standen wir zusammen und genossen die Morgensonne bevor der intensivste Probentag der Woche begann.

Sei du wie du bist
und sieh wie ich bin.
aus dem Lied „Tunichtgut“
In diesem einfachen Satz aus dem ersten Lied des Tages liegt eine große Freiheit. Ich muss nicht erst jemand anderes werden, um richtig zu sein. Ich darf mich selbst annehmen mit meinen Stärken und Grenzen. Und wenn ich es schaffe, wächst genau daraus die Akzeptanz, die mir hilft, anderen Menschen ohne Anspruch an deren Sein zu begegnen.

Am späten Vormittag konnten wir draußen proben im Kastanienhain, der dem Ort den Namen Il Castagneto gab. Die Baumkrone überspannte uns wie eine Kuppel und reflektierte den Klang des zweiten Liedes. In großer Ruhe sangen wir von der Unfassbarkeit Gottes und der Tugend der Gelassenheit, die aus dieser Einsicht entspringt.
Alles ist anders als wir es denken.
Wir können einander nur Bilder schenken
vom EINEN in Allem und dem ALLES im Nichts.
Geheimnis des Himmels: GOTT ist’s.
aus dem Lied: „GOTT ist in Allem“

Nach der Mittagspause begann die Arbeit an den Chorsätzen aller bisherigen Lieder. Der Stimmen der Menschen aus allen Winkeln Deutschlands findet sich schon am dritten Tag zu einem runden Klang zusammen. Die Freude auf die noch kommenden Lieder wächst.
Morgen wollen wir die große Wanderung wagen.
Kommt gerne mit.
Gute Nacht.
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